Drei Monate – von Mitte Mai bis Mitte August – wurde es hier nicht wirklich dunkel.
So sieht es beispielsweise Anfang Juli mitten in der Nacht aus – um zwei Uhr.
So sah es am 8. August morgens um halb 5 aus. Nebel über dem See, aber darüber taghell.
Seitdem erobert sich die Dunkelheit den Stundenplan in großen Schritten zurück. Gut einen Monat später, 12. September, 19.26 Uhr.
Die Landschaft färbt sich braun. „Ruska“ heißt das auf Finnisch. Die Sonne steht tief und gibt allem noch einmal eine ganz besondere Farbe.
Die Abende werden schon richtig kalt. Gelegenheit, den Ofen anzumachen…
… und die blaue Stunde zu zelebrieren.
13. September, 22 Uhr: Jetzt, kurz nach Neumond und bei dichter Bewölkung, ist die Dunkelheit draußen so undurchdringlich, dass man meint, man steht mit der platten Nase direkt vor einer schwarzen Wand. Hier kommt ja von nirgends sonst Streulicht her. Unheimlich!
Es ist schon ganz schön, dass wir hier Strom haben. Draußen ist es dunkel, drinnen ist es hell. Der Ofen geht langsam aus, aber er wärmt die ganze Nacht nach. Die Abende sind zurück – und wir genießen sie.